Ex-JVA-Ausbilder – Nach Tod meines Sohns gab mir NRW keinen Job mehr

Der Tod von Sascha († 16) ist für den Malermeister auch nach fast zwei Jahren unbegreiflich. Und nun soll das noch seinen Job kosten!

Beim Blick auf das Fotos seines Sohnes schießen Robert P. (49) aus Paderborn die Tränen in die Augen. Der Tod von Sascha († 16) ist für den Malermeister auch nach fast zwei Jahren unbegreiflich. Und nun soll ihn dieser furchtbare Schicksalsschlag auch noch den Job kosten!

Der traurige Fall: Seit 2014 arbeitete Robert P. als Ausbilder von jugendlichen Strafgefangenenin der JVA Hövelhof. Der Job machte ihm Spaß. Bis zum 14. Dezember 2015. Da brach Sohn Sascha tot vor seinem Computer zusammen. Trotz zweier Obduktionen konnten Ärzte die Todesursache nicht klären. „Sie sagten, dass Sascha einen späten plötzlichen Kindstod starb”, sagt der Vater.

Ein Schock, den er nie überwinden konnte. Als er Wochen später zum Arbeitsplatz in die JVA fuhr, brach er zitternd am Steuer zusammen. Er leidet an Panikattacken, Traueranfällen und ist in psychologischer Behandlung. Eine Amtsärztin bescheinigte, dass er nie mehr als Ausbilder von Jugendlichen arbeiten kann.

Schlecht für ihn: Weil er „nur” Angestellter des Landes NRW ist, hat er keinen Anspruch auf eine Umschulung. Einen anderen Arbeitsplatz (z.B. als Hausmeister, Maler, Handwerker) konnte das Land NRW bis heute nicht finden und schickte die Kündigung. „Mir droht der Sturz in Hartz IV”, sagt Robert P.

Jetzt klagt er. Sein Anwalt Dr. Andre Pleßner: „Das Land NRW müsste sich nach diesem unverschuldeten Schicksalsschlag besser seiner sozialen Verantwortung und Fürsorgepflicht stellen.“

BILD fragte beim Justizministerium nach. Ein Sprecher: „Wir haben alles versucht, eine passende Stelle für Herrn P. auch bei Kreisen und Kommunen zu finden. Leider vergeblich.”

News source: http://www.bild.de/bild-plus/regional/ruhrgebiet/arbeitslosigkeit/trauriger-vater-verlor-arbeitsplatz-als-jva-ausbilder-53205544.bild.html

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *